Facetten des Niederdeutschen

Schnipsel


Schoh `Schuh (Mühle)´


„Ja, dat Rad geit noch, un de Schoh hört man klappern“, heißt es bei Klaus Groth in „De Höder Möhl “ (GW 4,115).
Der Schuh ist ein Teil der Windmühle und Wassermühle. Er dient dazu das Getreide in den Rumpf zu führen. Er ist an Seilen befestigt, kann höher oder tiefer gehängt werden, um die Menge des Getreides zu regulieren. Damit ein gleichmäßiger Fluss gewährleistet wird, muss der Schuh in ständigen Seitenbewegungen gehalten werden, was das typische Geräusch der Mühle bewirkt: „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ (Volkslied >>>).

Erläuterungen zur Technik in Johann Heinrich Moritz Poppe: Encyclopädie des gesammten Maschinenwesens. Bd 5. Leipzig: 1810. S. 5.
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