Facetten des Niederdeutschen

Schnipsel


Theo Weischer: Üöwer´n Gaorentuun


Riëmsels un Vertällsels


De Riëmsels un Vertällsels, well hier (unner den`n Titel „ÜÖWER´N GAORENTUUN“) tosammenraket sind, häff ick met viëll Plaseer liäsen (luosen). Dat Book vertällt von Binnen un Buten - wiet üöwer`n Gaorentuun hen - un erinnert mi an so manke Verse in den`n Lyrikband „Mäten Gaitling“ von Augustin Wibbelt. Munter gliet`t de Verse daohen un drängt mi to`t Naodenken – so de lesten Wäöre von`t Niejaohrsleed:

Un alle fraogt un denkt,
wat üöhr dat Jaohr wull brengt-
dat nie‘ Jaohr?

Här, laot us nu gwähr’n,
giëw Mot un Ruh un Friän.
Siängt nië Jaohr!

Theo Weischer beschriff auk den`n Olldagg nie nich in gruower Mundart.
Wat de Liäserin/Liäser üöwer `t Liäben, üöwer Naut un Angst, Fraide un Truurigkeit so metbeliäwt, is von fienster (fiener) mönsterlänner Art (in Platt).
Wu dat Liäben so spiëllt – mäck et wiese un klok? – hier is et in Lyrik un Prosa upteeket. Et spräck dat Hiärt an, lött dann un wann owwer auk vergnöglick schmunzeln.
Wat niäm de Riëmsels un Vertällsels dat Book so riek mäck, sind de Teeknungen von Matthias Weischer, den`n jüngsten Suon in de lange Riege.
He häff in Leipzig Kunst studeert un is vandage äs Maoler weltwiet bekannt.
Un so is `n wunnerbar Book in plattdütsker Spraok, `n kostbar Kunstwiärk drut wuorn (entstaohn).
Ludger Bügener, Pfarrer emeritus

(Verlagsmitteilung)