Facetten des Niederdeutschen

Schnipsel


Groth-Jahr 2019 (7): He sä mi so vȩl (Vertonung)


„He sä mi so vȩl“ ist seit der zweiten Auflage (1853) im „Quickborn“ enthalten als eines der „Fiif Leeder to´n Sing´n“. Das Gedicht wurde von 37 Komponisten vertont. Diese Melodie ist von Julius Otto Grimm (1827-1903).

He sä mi so vȩl, un ik sä em keen Wort,
Un all wat ik sä, weer: Jehann, ik mutt fort!

He sä mi vun Lev un vun Himmel un Eer,
He sä mi vun allens - ik weet ni mal mehr!

He sä mi so vȩl, un ik sä em keen Wort,
Un all wat ik sä, weer: Jehann, ik mutt fort!

He heel mi de Hann´, un he bȩ mi so dull,
Ik schull em doch gut wȩn, un ob ik ni wull?

Ik weer ja ni bös, awer sä doch keen Wort,
Un all wat ik sä, weer: Jehann, ik mutt fort!

Nu sitt ik un denk, un denk jümmer deran,
Mi düch, ik muss seggt hebbn: Wa geern, min Jehann!

Un doch, kumt dat wedder, so segg ik keen Wort,
Un hollt he mi, segg ik: Jehann, ik mutt fort!


Text mit Erläuterungen und Übersetzung: niederdeutsche-literatur.de/texte 〉〉