Facetten des Niederdeutschen

Schnipsel


Das richtige Plattdeutsch


Zwei Gymnasiasten, die in der Schule den neuen vertieften Unterricht in Plattdeutsch hinter sich haben, treffen sich, um eine Veranstaltung vorzubereiten.

1. Schüler: „Ich habe mir eben noch einmal die Aufzeichnung einer Lesung von Reimer Bull angehört. Der spricht vielleicht ein lustiges Platt! Weinen statt Wenen, Weur statt Wöör, usw.“
2. Schüler: „Zufall: Ich noch ältere von Rudolf Kinau. Das ist noch lustiger. Immer i statt e, Ilf statt Elf, Wilt statt Welt.“
1. Schüler: „Früher haben die Leute einfach so drauflos gequatscht, wie sie es nicht anders gelernt haben, egal ob richtig oder falsch.“
2. Schüler: „Und die Rechtschreibung erst! Zum Beispiel Klaus Groth und Fritz Reuter. Wenn bei denen mal ein Wort richtig geschrieben ist: reiner Zufall.“
1. Schüler: „Ja, wir können froh sein, dass es die Sprachencharta gegeben hat und wir deshalb in der Schule noch das richtige Plattdeutsch gelernt haben.“

Veranstaltung: „Früher hat man hier noch Plattdeutsch gesprochen.“
Ort: Ein beliebiger Ort in Norddeutschland.
Jahr: 2050.