Facetten des Niederdeutschen

Schnipsel


Gesucht: das schönste plattdeutsche Wort 2018


Die Plattdeutsch-Freunde in Norddeutschland suchen wieder das schönste plattdeutsche Wort. Vorschläge für drei Kategorien müssten bis 23. April beim Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) und beim Heimatverband des Landes in Schwerin eingehen, teilten beide Institutionen mit. Neben dem «schönsten plattdütschen Wurt» werden der «beste Utdruck» (beste aktuelle Ausdruck) und die «leiwste Redensort» (liebste Redensart) gekürt.

Der beste Ausdruck müsse eine Neuschöpfung aus aktuellem Anlass sein. 2017 war «Dwarsdriewer» (Quertreiber/Querulant) als schönstes Plattdeutsch-Wort gekürt worden. Als Ausdruck wurde «Büdelflieger» (Motorschirmflieger) und als Redensart «Kumm rin un snack di ut, gah rut un hol din Snut» ausgezeichnet, was so viel wie «kommʼ rein und sprich dich aus, gehʼ raus und rede nicht weiter drüber» bedeutet, hatte Marco Zabel vom Literaturmuseum erläutert.

Die Sieger sollen diesmal im Juni in Stavenhagen geehrt werden. Der Wettbewerb sorgt seit Jahren für viel Interesse: Geehrt wurden schon solche Wörter wie «Ackerschnacker» (Handy), «Bankenmalür» (Finanzkrise), «Lämmerhüppen» (Diskothek), «Oeschen» (Buschwindröschen) und «kommodig» (angenehm oder bequem).

Quelle: svz.de