Facetten des Niederdeutschen

Schnipsel


büken (Büük, Büüktonn, Büükbock): aus alten Wörterbüchern


„Bis zur Einführung des jetzigen Waschverfahrens mit fabrikmäßig hergestellten Waschmitteln wurde die Wäsche und das ungebleichte Leinen gebäucht.“ Mensing Bd. 1, 1927, Sp. 621 Neben bäuchen findet sich auch bauchen, laut Duden heißt dieses Verfahren heute im Hochdeutschen beuchen.

Zum Verfahren: „Büken: Linnenzeug oder Wäsche in die Lauge legen und darin eine Zeitlang stehen lassen, damit es rein und weiß werde“ BremWB 1 (1767), S. 157. Die Lauge wurde meist aus Buchenasche hergestellt, daher der Name büken (BremWB 1, a.a.O.) und sie heisst Büük oder Büke. „Dat liggt in de Büke“ `Das lieget in der heissen Lauge` Dähnert, 1781, S. 59.

Ausführliche Beschreibungen des Waschvorganges finden sich im Mecklenburgischen Wörterbuch MecklWB, Bd. 2 Sp. 108-109 und auch bei Mensing a.a.O.

Verwandte Begriffe sind: Büüktonn oder Büükfatt, sie stehen auf dem Büükbock.

Weitere Erläuterungen zum Verfahren vgl. Lüger 1904.