Facetten des Niederdeutschen

Schnipsel


aus Wörterbüchern (hier: Mensing): Schabülk


Klaus Groth benutzt die Wendung beputzt as Schabülken im Rotgeter Meister Lamp un sin Dochter (GW 2,136).

Die ausführlichste Erläuterung dieses heute nicht mehr gebräuchlichen Begriffs findet sich von allen Wörterbüchern in dem Schleswig-Holsteinischen Wörterbuch von Mensing (IV, Sp. 283 f.):

Bedeutung: "Maske, Larve, Mensch mit abstoßendem Gesicht".

Gebrauch:"Das überall absterbende, von den jüngeren meist nicht mehr verstandene Wort." "Gebräuchlicher als das einfache Wort sind die gleichbedeutenden Zusammensetzungen Schabülken-gesicht und Schabülken-kopp."

Formen in Schleswig-Holstein:
Schabölk, Schabürk, Schaberk, Schabörk, Schabeuk, Schabell, Scharbölk, Scharbürk, Schebell, Schebölk, Schebilk, Schebelk, Schebürk, Scheberk, Schebök, Schörbölk, Schrabölk, Schrabülk, Schrabilk, Schrebelk, Schrebilk, Schrebölk, Stabölk, Stabülk, Stabild, Stebörz.

Etymologie: Die Herkunft des Wortes ist unsicher, Mensing führt auf: 1. abgeleitet aus lat. ciborium, 2. zu lat. scabellum, französisch escabelle, 3. aus dem Dänischen Skabilkenkopp, Skabilkenhode.